GPS Tracker für Gitarren und andere Instrumente

Sind GPS Tracker für Gitarren und andere Instrumente eine Antwort auf die Angst vor dem Diebstahl oder kostet so ein Peilsender nur sinnlos Geld? Die Zahl der Diebstähle steigt in Deutschland seit Öffnung der Grenzen rapide an und jeder von uns kennt bereits jemanden, der Opfer eines Einbruchs oder eines Diebstahls wurde. Auch uns wurde bereits der Proberaum leer geräumt und dem Diebstahl der Instrumente fielen mehrere tausend Euro und einiges an aufgenommenem Material für eine bevorstehende Albumproduktion zum Opfer. Da macht es Sinn, sich lieber vorher Gedanken zu machen, wie man sich schützen und im Schadensfall verhalten kann. Mit einem GPS Tracker für Instrumente hast Du gute Chancen, Deine Gitarre oder Deinen Bass nach einem Diebstahl wieder zu bekommen.

Grundsätzlich gilt der alte Spruch: „Gelegenheit macht Diebe“.

Viele Diebstähle geschehen, weil das spätere Opfer schlicht leichtsinnig oder nicht wachsam genug war. Lasst eure Instrumente also nicht sichtbar auf dem Rücksitz eures Autos liegen, wenn ihr „mal schnell noch was einkaufen“ geht. Beim Be- und Entladen am Venue oder am Proberaum sollte immer ein Bandmitglied am Auto stehen bleiben. Gerade Innenstadt-Venues haben permanent Fußgängerbetrieb. Da ist ein sorglos abgestellter Rucksack oder Koffer schnell verschwunden. Die Fenster am Proberaum sollten vergittert sein. Oder zumindest mit einem Tuch abgehängt, damit man von außen nicht sehen kann, was sich im Raum befindet. Achtet auch darauf, dass an der Türe ein Sicherheitsschloss verbaut ist und die Türe stabil ist. Hier kann man mit einer von innen aufgebrachten Metallplatte verhindern, dass jemand einfach durch die Türe durchbricht. Diesen Fall hatte das Proberaumzentrum „Bogen 2“ in Köln 2012. Dabei wurde in über 10 Proberäume gleichzeitig eingebrochen. Mit einem Vorschlaghammer gingen die Einbrecher einfach durch die Türen durch. Also immer schön mitdenken und aufpassen!

Klar, kann man eine Musikinstrumenten-Versicherung abschliessen.

Aber das kostet erheblich Kohle. Je nach Wert eures Instrumentes können es schnell 10 Euro und mehr pro Monat sein. Abgesehen von der ganzen Rennerei nach einem Diebstahl sollte man hier einfach vorsichtig sein und vorbeugen, statt sich nachher mit der Versicherungsbürokratie herum zu schlagen. Wer möchte, kann zusätzlich zum Peilsender auch eine Versicherung abschließen und dieser die Nummer des GPS-Trackers in der Gitarre mitteilen. Manche Versicherungen bieten in diesem Fall interessante Preisnachlässe auf die Beiträge an.

Die Kriminalpolizei ist engagiert, aber leider machtlos.

In Anbetracht der Aufklärungsrate von ca. 10% ist es verständlich, dass das Vertrauen in die Arbeit der Kriminalpolizei nicht enorm ist und man sich hier lieber selber absichert. Wofür die Beamten sicher nichts können, denn wenige Stunden nach einem Einbruch sind die Diebe meist schon mehrere hundert Kilometer weit weg. Einer unserer Kollegen hier bei GearDude.net war Opfer des großen Einbruchs in den Bogen 2 Proberaum in Köln 2012. Damals wurden die Diebe bei einer Routinekontrolle angehalten, weil ihr Sprinter durch das geklaute Equipment völlig überladen war. Ein Teil der Beute konnte so also wieder zurück gegeben werden, der Rest (unter anderem Custom Effekt Pedale von „Preston Pulp“ und T-Rex) bleibt weiterhin verschollen. Die Diebe wurden angezeigt, konnten aber nicht belangt werden, da sie in Deutschland keinen Wohnsitz haben. Eine Hausdurchsuchung bei Verwandten brachte damals noch  kleine Reste zum Vorschein. Wäre der Sprinter nicht zufällig kontrolliert worden, wäre nichts davon wieder aufgetaucht.

Emotionaler Verlust meist schlimmer als der finanzielle Schaden.

Die beste Versicherung bringt einem aber eine seltene Vintage Gitarre nicht zurück. Viele von uns spielen echte „One of a kind“-Sammlerstücke oder alte Teile aus den 1960er und 1970er Jahren. Wenn das weg ist, dann ist der emotionale Verlust weit größer, als der finanzielle. Für den Fall der Fälle gilt es also, geschickt vorzusorgen.

Geklautes wiederfinden: Suchagenten bei GearDude.net anlegen

Für den Fall der Fälle, also wenn Dir Deine Gitarre oder Dein Bass bereits gestohlen wurde, lege Dir unbedingt einen Suchagenten bei GearDude.net an. Sobald der Dieb versucht, Deine Gitarre zu verkaufen, bekommst Du von GearDude.net eine Suchagenten-Nachricht und kannst ihn bei der Kripo anzeigen.

Zur eindeutigen Identifikation musst Du unbedingt Bilder der Gitarre haben und vor allem Seriennummer. Also Beweise, dass das Instrument Dir gehört (hat).

Alternative: GPS Tracker für Gitarren.

Die Technik ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass es eine Vielzahl an brauchbaren GPS Trackern gibt, die wir für den Zweck des Gitarren-Schutzes mal testen möchten. Zwar sind die Geräte mittlerweile sehr klein, allerdings noch nicht klein genug für das Elektronikfach eurer Gitarren. Außer natürlich bei einer Semisolid-, Hollowbody- oder Akustik Gitarre passt ein GPS Tracker in die Gitarre.

Probleme bei GPS Trackern für Gitarren.

So richtig geil ist alles noch nicht. Die GPS Tracker, die wir für unseren Test verwendet haben bzw. die gerade auf dem Markt sind, haben alle den Sinn, ein Auto, Boot oder Motorrad tracken zu können. Für Gitarren sind sie schlichtweg zu groß. Es gibt Peilsender, die speziell für Haustiere oder Kinder gemacht werden. Auch diese sind etwas globig und passen allenfalls ins Fach im Koffer. Und ein ganz wichtiger Unterschied: Es gibt Tracker mit echtem GPS und Tracker, die lediglich den Schnittpunkt zwischen drei Funkmasten lokalisieren. Die Genauigkeit dabei ist quasi nutzlos.

Daher setzen wir folgende Kriterien für einen Test der GPS Tracker für Gitarren an:

  • Genauigkeit der Standortangabe (Art der Bauweise, dazu später mehr)
  • Größe
  • Batterie / Akkulaufzeit
  • Platz für eine externe Batterie
  • Alternativ Spannungsversorgung
  • Erreichbarkeit in Gebäuden / Kellern
  • Anbringung aus Platzgründen aktuell nur im Case möglich
  • Höhe im Gebäude nicht eindeutig
  • Handy-Karte (Prepaid) muss immer wieder nachgeladen werden

 

Im Test: Diese GPS Tracker für Gitarren und Musikinstrumente

Als Test-Case nehmen wir den Fall, dass ihr mit dem Gerät am Freitag abend in den Proberaum fahrt, den GPS Sender bereits am Instrument / Koffer befestigt und aktiviert habt. Nach der Probe lasst ihr das Instrument mit GPS Tracker im Proberaum liegen, am Samstag mittag holt ihr es und fahrt zum Venue: Dort ist dann Aufbau und Soundcheck, ihr spielt abends die Show und verladet danach alles in den Bus, der dann nachts am Venue stehen bleibt. Am Sonntag mittag holst Du die Gitarre mit GPS Tracker dann wieder ab. Sollte in dieser Zeit eingebrochen oder die Gitarre geklaut werden, sollte Dich der GPS Tracker zum Dieb führen.  Also brauchen wir mindestens 48 Stunden Akkulauftzeit (eher mehr), der GPS-Tracker muss Empfang im Proberaum haben, ebenso im Auto und im Venue.

Diese Peilsender für Gitarren haben wir im Test genauer für euch betrachtet. Wir beginnen mit dem günstigsten Gerät und hören beim teuersten auf. Natürlich kann man hier auch schnell 300 Euro ausgeben. In Anbetracht der Tatsache, dass die Mehrheit der Musiker so viel Geld nicht ausgeben will, testen wir hier nur bis 79 Euro. Die Sortierung erfolgt nach Preis.

Sorry: Wegen des Poststreiks sind die Tracker nicht bei unserem Tester angekommen, wir werden diesen Artikel in den kommenden Tagen fertigstellen.

TopElecs A8

Info: Das günstigste Gerät im Test.

Abmessungen: ca. 30 x 40 x 12 mm

Plus: Anschaffung sehr günstig, lange Akkulaufzeit (ca 6. Tage ohne SMS-Abruf), Mithörfunktion über Mikrofon.

Minus: Unterirdische Bediengsanleitung auf Chenglisch, kein echtes GPS, Lokalisation über sg. „Triangulation“ (die drei nächsten Funkmasten.) Dadurch sehr ungenau und nicht für unsere Zwecke geeignet.

Fazit: Leider auf Grund der sehr ungenauen Ortsbestimmung nicht für das Auffinden einer geklauten Gitarre geeignet. Wem es allerdings nur darum geht, zu wissen, ob die Gitarre im Probereaum, bei der Freundin oder noch in der letzten Konzertlocation liegt, für den ist der Tracker eine echte Empfehlung.

Preis: 24,26 Euro

Link: Amazon

 

Pearl Simvalley GT-60

Info: Das kleinste Gerät im Test kommt von der Pearl-Marke „Simvalley“.

Abmessungen: ca. 30 x 10 x 26 mm

Plus: Anschaffung sehr günstig, lange Akkulaufzeit (ca. 6 Tage ohne SMS-Abruf), deutsche Bedienungsanleitung, einfach in der Anwendung. Mithörfunktion über Mikrofon.

Minus: Kein echtes GPS, Lokalisation über sg. „Triangulation“ (die drei nächsten Funkmasten.) Dadurch sehr ungenau und nicht für unsere Zwecke geeignet.

Fazit: Leider auf Grund der sehr ungenauen Ortsbestimmung nicht für das Auffinden einer geklauten Gitarre geeignet. Wem es allerdings nur darum geht, zu wissen, ob die Gitarre im Probereaum, bei der Freundin oder noch in der letzten Konzertlocation liegt, für den ist der Tracker eine echte Empfehlung.

Preis: 34,90 Euro

Link: Amazon

 

Pearl Simvalley GT-340

Info: Überraschend klein ist dieser echte GPS-Tracker einfach zu bedienen und wir per App & SMS angesteuert. Der Hersteller wirbt damit, dass es sich um „das kleinste Ortungsgerät der Welt“ handelt.

Abmessungen: ca. 24 x 50 x 13 mm

Technik: GPS/GSM, G-Sensor, Geofencing

Akku: Lithium Ionen

Standby-Laufzeit: Bis zu 5 Tagen, kann mit externer Powerbank verlängert werden.

Plus: Relativ genaue Standortübertragung, komfortable App mit Standortanzeige auf einer Karte, bis zu 5 Tage Akkulaufzeit, verschiedene Trackingintervalle & Modi (Verfolgungsmodus verbraucht SMS und Akku, Request-Tracking gibt die Daten nur auf Anfrage zurüclk und part Akkuleistung), umfangreiche deutsche Bedienungsanleitung, einfach in der Anwendung, Mithörfunktion über Mikrofon.

Minus: Lokalisation mit leichten Abweichungen (ca. 20 Meter, kann in der Großstadt problematisch sein), das Einsetzen der SIM-Karte ist etwas unklar. Die Karte muss mit dem Fingernagel tief in den Tracker gesteckt werden, bis sie dort einrastet.

Fazit: Vielversprechender GPS Tracker zum akzeptablen Preis. Die geringe Größe erlaubt auch, das Gerät zur Not im Elektronikfach der Gitarre zu verstecken. Die Akkulaufzeit und die komfortable App machen diesen GPS Tracker für Gitarren zur ersten Wahl im Test. Die schlechten Bewertungen auf Amazon (Akkulaufzeit zu kurz) lassen darauf schließen, dass man den Verfolgermodus aktiviert hatte. Bei diesem sendet der Tracker alle paar Minuten eine SMS und bestimmt seinen Standort, was natürlich Energie frisst. Also darauf achten, dass in der App der Sende.Intervall auf „aus“ gestellt ist. Dann hält der Akku ewig.

Preis: 79,90 Euro

Link: Amazon

 

iNoris TK102b

Info:

Abmessungen:

Plus:

Minus:

Fazit:

Preis: 29,99

Link: Amazon

 

Incutex TK104

Info:

Abmessungen:

Plus:

Minus:

Fazit:

Preis: 69,00 Euro

Link: Amazon

 

Tracs GPS Finder USB

Info:

Abmessungen:

Plus:

Minus:

Fazit:

Preis: 79,99 Euro

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Test: PAJ-Easy Finder GPS Tracker für Gitarre

Info: PAJ ist eine innovative Company, die sich auf Tracker für Autos und Boote spezialisiert hat. Dieser Tracker hat keine Aufzeichnungsfunktion der zzurückgelegten Strecke. Dies ist für unsere Zwecke aber auch irrelevant. Dieses Gerät gibt auf Anfrage seine Position per SMS durch. Entspricht damit genau den Wünschen.

Abmessungen:

Plus: Technisch ein gutes Produkt.

Minus: Akkudeckelbefestigung hält mangelhaft. Wenn jemand euch die Gitarre klaut und den Koffer auf der Flucht unsanft in seinen Kofferraum wirft, könnte eventuell der Akku rausfallen, wenn sich der Deckel löst. Daher dicker Abzug in der B-Note.

Fazit: Im Grunde ein gut durchdachter und gut verarbeiteter GPS Tracker für Gitarren und Bässe. Zur eigenen Sicherheit sollte man aber nen Streifen Gaffa ums Batteriefach wickeln, damit sich dieses nicht ungewollt öffnet.

Preis:

Link: Amazon

 

Sorry: Wegen des Poststreiks sind die Tracker nicht beim Tester angekommen, wir werden diesen Artikel in den kommenden Tagen fertigstellen. 

Suft so lange auf www.geardude.net – Der Suchmaschine für gebrauchte Gitarren.

 

Weitere Infos zu GPS Trackern und dem Unterschied zwischen Personen-Findern, GPS Loggern und GPS TRackern findet ihr auf www.gps-sender.com

 

 

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